Nachdem Thor der Gott des Donners im letzten Jahr über dem Fest grollte und den ein oder anderen Stand im Germanendorf als Opfer verlangte, bauten die Germanen um Fürst Jens vom Elbdeich ein Jahr lang an neuen Hütten. Diese wurden dann voller Stolz dem breiten Publikum präsentiert und auch Thor war milde gestimmt und bündelte die Sonnenstrahlen.
Mit dem gemeinsamen Frühstück aller Germanen wurde auch dieses Jahr wieder das Spektakel begonnen. Der Wikinger-Clan Bonsai aus Pirmasens , die Chauken-Schurken aus Oldenburg, die Hamburger Horde aus Hamburg, die Cherusker aus Rinteln, die Berserker aus Bremerhaven, die Langobarden aus Buxtehude, die Thüringer Horde aus Oberreißen, die Müggendorfer Horde, sowie die Vandalen aus Otterndorf, stärkten sich in der „Mensa“ und auf dem „Thingplatz“ für das bevorstehende Kräftemessen.
Auf dem „Thingplatz“ begrüßte Fürst Jens vom Elbdeich alle Germanen und die Zuschauer aus der Neuzeit, nicht ohne den Hinweis das es nur eine Sache gibt, die Germanen fürchten, aber auch dieses Mal ist ihnen der Himmel nicht auf den Kopf gefallen -. Mit Unterstützung des Fanfarenzuges Fishtown Warriors aus Bremerhaven machte sich der Tross aus ca. 90 Germanen quer durch Otterndorf auf dem Weg zum Deich, vorbei an zahlreichen begeisterten Zuschauern. Am Elbdeich angekommen, wurden die Kämpfer schon von den vielen Helfer der Otterndorfer Handballabteilung im Germanendorf, mit neuem "Dorfbild", erwartet. Aber auch die vielen Zuschauer waren schon gespannt, welches Spektakel da wohl nicht kommen würde.
Neben den Wettkampfstätten der fünf Disziplinen (Dieken, Keulenzielwurf, Steinstoßen, Weitsprung aus dem Stand und der Angelsachsenpfad) wurde dort auch etwas für die Gaumenfreuden aller Art angeboten. In flüssiger Form: Kaffee, Cola, Selters, Bier, Met und Germanenblut. Als feste Nahrung: geräucherter Fisch, Bratwurst, Erbseneintopf, Schmalzbrot und Kuchen.
Am eigentlichen Fünfkampf nahmen vor dem begeisterten Augen von ca. 1500 Zuschauern dieses Jahr ca. 375 kleine und große Freizeitgermanen teil, und erkämpften sich eine kleine Medaille und eine Urkunde.
Die Hauptattraktion, der Kampf der Stämme, begann mit dem Fürstenpalaver, bei dem Fürst Jens vom Elbdeich den Fürsten der teilnehmenden Stämme den diejährigen Ablauf der Wettkämpfe erläuterte. Danach mussten sich die Stammesoberhäupte zum ersten Wettstreit beim Steinstossen mit dem 6 kg-Stein messen.
Nach einer kurzen Erholungspause und unter dem lauten Gegrölle „… wir haben Hunger, Hunger“ fielen die befellten Kämpen dann beim Germanenfressen über die Rippchen her und entsorgten die Knochen mit einen gekonnten Wurf über die Schulter. Was so manchen Tourist zum Staunen brachte. Ein weitere Augenschmaus war die Bierrutsche quer über die Essenstafel. Nach dieser Völlerei ermittelten die wilden Horden durch Tauziehen, Sackschlagen, Nackenhangen und Häuptlingstragen den Sieger.
In diesem Jahr waren die Mannen aus Bremerhaven - die Berserker - nicht zu bezwingen, obwohl der ein oder andere Stamm sich lauthals bemühte. Auf die weiteren Plätze kamen die Otterndorfer Vandalen und die Thüringer-Horde.
Anschließend wurde bei der großen Sause gefeiert bis Odin rief. Dank DJ-Alex wollte keiner nach Hause gehen.
Der nächste Germanische Fünfkampf findet am 23. Juli 2011 statt.